Kaum haben wir die Mütter hoch leben lassen, sind auch schon die Väter an der Reihe. Der 13. Mai ist in Deutschland ein Feiertag, aber was feiern wir eigentlich – Christi Himmelfahrt, Vatertag, Männertag, Herrentag? Tatsache ist, dass hierzulande viele Menschen diesen Tag im Freien verbringen. Spannend ist, wie sich diese Tradition über die Jahrhunderte entwickelt hat und ob eigentlich die gesamte Weltbevölkerung an diesem Tag vorzugsweise Frischluft schnuppert.

Er verschwindet zunehmend aus der Landschaft, der Bollerwagen. Und zwar nicht nur pandemiebedingt, sondern weil sich tatsächlich die genussvollen Möglichkeiten, den Vatertag zu verbringen, mehr und mehr durchsetzen. Und wir wären nicht CAMONDAS, hätten wir dafür nicht ein paar Vorschläge für Sie. Aber dazu später …

Raus in die Natur – schon im Mittelalter

Nun verbinden wir gerade in Ostdeutschland den Bollerwagen (oder alternativ den Fahrradanhänger) mit exzessiven und lautstarken Trinkgelagen in Wald und Flur, tatsächlich aber haben sowohl das Gefährt als auch seine Lenker und Begleiter durchaus eine Verbindung zu alten christlichen Bräuchen.

Bereits seit dem 4. Jahrhundert feiern die Christen zu Himmelfahrt die Rückkehr Jesu Christi zu seinem Vater in den Himmel. Später zogen die Gläubigen an diesem Tag bei den sogenannten „Flurumgängen“ um die Felder. Theology.de erläutert hierzu: „Die einen halten sie für einen germanischen Rechtsbrauch, wonach jeder Grundeigentümer einmal im Jahr seinen Besitz umschreiten musste, um den Besitzanspruch aufrechtzuerhalten. Andere ergänzen oder ersetzen diese Erklärung: Es handle sich um die Imitation des Gangs der elf Jünger zum Ölberg … oder es sei die Erinnerung an die vom Papst Leo III. (795 – 816) am Montag, Dienstag und Mittwoch vor Christi Himmelfahrt eingerichteten Bittprozessionen. Worin auch immer Grund oder Anlass der Flurumgänge gelegen haben mögen: Schon im Mittelalter hatten sie oft den religiösen Sinn verloren und waren mancherorts zu quasireligiösen Touren verkommen bei denen der Alkohol eine erheblich größere Rolle spielte als das Weihwasser. Aus diesen – von der Reformation geächteten und der katholischen Kirche bekämpften – Sauftouren entwickelten sich im 19. Jahrhundert ‚Herrenpartien‘…“.

Aus dem berufenen Munde eines Kirchenvertreters können wir also historisch gewachsene, erstaunliche Parallelen zum Phänomen des Vatertags in Deutschland bis in die 1990er Jahre hinein ziehen. Ein paar mehr Zeilen müssen wir gleich dem Trinken zu Christi Himmelfahrt bzw. am Vatertag noch widmen, aber ein erster, kurzer Schwenk zu wahrem Genuss am Vatertag sei an dieser Stelle schon erlaubt: Die CAMONDAS Vatertagsbox vereint charakterstarke Schokoladen, die gleich dreifache Freude bringen: Erstens dem Vater bzw. Freund bzw. Mann, der sie geschenkt bekommt. Zweitens den Lieben an seiner Seite, mit denen Mann sie teilt. Und drittens dem KALEB Dresden e.V., an den wir 5 € pro verkaufter Box spenden.

Vatertags-Geschenkbox

Damals: Berliner Bier in aller Herren Munde

Zurück zum Trinken: Der Weg zum feuchtfröhlichen Beisammensein war also bereits im Mittelalter geebnet. Im 19. Jahrhundert rückte der christliche Ursprung des Festtages in Deutschland zunehmend in den Hintergrund – „Herrentouren“ auf’s Land kamen in Mode, die Männer blieben unter sich und folgten gern dem Rat einiger Berliner Bierbrauer, den Tag mit möglichst viel Bier zu verbringen. Dabei könne man doch gleich den heranwachsenden Söhnen noch etwas Gutes tun und sie in das gesellige Trinken einführen. Eine clevere Werbemaßnahme der Brauereiwirtschaft, die ein ganzes Jahrhundert lang prächtige Bierumsätze sicherte … Übrigens – weil es sich ja eigentlich um den Ehrentag der Väter handelte – mussten die Söhne nicht nur das Bier mitbringen, sondern auch den Wagen ziehen.

 

Mancherorts mag das heutzutage noch so üblich sein, grundsätzlich haben die 2000er Jahre das Verständnis vom Vatertag jedoch verändert. Die Begrifflichkeiten „Herrentag“ und „Männertag“ halten sich übrigens seit DDR-Zeiten vor allem in den ostdeutschen Bundesländern, wo sie als Pendant zum Frauentag entstanden und der Gesamtheit aller Männer einen besonderen Tag zugestanden. Der Muttertag wurde in der DDR nicht begangen. Wie auch immer man den Tag bezeichnen mag – heute wird er häufig als Familientag verbracht, an dem vielfältiger Genuss im Vordergrund steht: von Zeit, Natur und Gaumenschmaus.

Heute: Gute Schokolade in aller Menschen Sinne

Und damit ist es nun Zeit für einen ausführlichen Blick in die CAMONDAS Vatertagsbox. Sie enthält eine exklusive Auswahl dunkler Schokoladen als klassische Tafel, Trüffel oder in ausgefallener Zigarrenform. Die Verfasserin dieses Beitrags macht an dieser Stelle nochmal ein großes Ausrufezeichen hinter die obige Empfehlung, die Schokoladen gemeinsam an diesem oder einem anderen besonderen Tag zu genießen, ist sie selbst doch bekennende Liebhaberin der Inhalte dieser Box. Schon allein die Single Malt Whisky-Schokolade der Schell Schokoladen-Manufaktur wird Sie in einen Rausch versetzen, versprochen! Es braucht genau 9 % Single Malt Highland Whisky, um diese Schokolade zur ehrlichsten und besten ihrer Art zu machen. Die sowohl an Nase als auch Gaumen deutlich wahrnehmbaren torfigen Raucharomen und die Röstnoten schottischer Gerste ergänzen sich einfach perfekt mit der edlen, dunklen Schokolade. Vollkommen. Punkt.

Der Vatertag weltweit

Schaut man sich mit Blick auf Vatertagsaktivitäten in Europa und der Welt um, fällt tatsächlich auf, dass das Thema Alkohol wohl nur in Deutschland eine nennenswerte Rolle spielt(e). Und Deutschland ist das einzige Land, in dem der Vatertag auf Christi Himmelfahrt fällt. Bei unseren Nachbarn in Österreich wird der Vatertag beispielsweise am zweiten Sonntag im Juni begangen. Er wurde 1955 eingeführt, ist analog zum Muttertag ein Anlass zum Kauf von Blumen und kleinen Geschenken und wird gern in Familie mit gemeinsamem Essen und Ausflügen verbracht. Wem mal keine zündende Idee für ein Geschenk einfällt, der verschenkt einfach eine Krawatte. Und das tun offensichtlich nicht wenige, denn der Tag wird umgangssprachlich auch als „Krawattentag“ bezeichnet.

Die Schweiz hat sich mit dem Vatertag viel Zeit gelassen und ihn erst 2007 installiert. Er soll dem väterlichen Engagement in der Familie Wertschätzung entgegenbringen und wird daher als ein Vater-Kind-Tag betrachtet. Den Stellenwert des Muttertages hat er jedoch längst nicht und wird im Land sogar an unterschiedlichen Daten begangen: in der Deutschschweiz am ersten Sonntag im Juni und der südlichen Schweiz am 19. März.

Für dieses Datum haben sich auch Italien, Portugal, Liechtenstein, Luxemburg und Spanien entschieden. Der 19. März ist im Kirchenjahr der Römisch-Katholischen Kirche der Josefstag. An ihm wird der heilige Josef, Bräutigam der Gottesmutter und Ziehvater von Jesus Christus, geehrt. Kleinere Kinder übergeben ihren Vätern selbstgebastelte Geschenke, die größeren besuchen ihre Väter und genießen mit der ganzen Familie ein gutes Essen. Dabei dürfen in Italien die sogenannten Zeppole di San Giuseppe nicht fehlen: kleine Brandteigkrapfen mit Creme und Sauerkirschen. Es heißt, dass der heilige Josef während seiner Flucht nach Ägypten gezwungen war, eine Art Krapfen zu verkaufen, um seine Familie zu versorgen.

Wer nun Lust auf eine italienische Köstlichkeit, aber nicht auf’s Backen bekommen hat, dem sei ein weiteres Highlight aus der CAMONDAS Vatertagsbox empfohlen: die große Rum-Praline von Venchi, dem wohl bekanntesten Schokoladenhersteller Italiens. Intensive 56 %ige Schokolade umhüllt eine weiche Ganache mit kräftigem Rum. Davon gibt es gleich zwei in unserer Box und für den gaaanz coolen Auftritt vom Papa noch ein Accessoire dazu: eine Schokoladenzigarre gefüllt mit Haselnusscreme und kleinen, karamellisierten Haselnussstückchen. Wer das verschenkt, wird punkten.

 

Das mögen Väter …

 

Wer hat’s erfunden? Die USA!

Ein weiteres Datum, auf das sich mehrere Länder weltweit für die Ehrung der Väter festgelegt haben, ist der dritte Sonntag im Juni. Da wären zum einen die USA. Im Grunde liegen hier die Wurzeln des Vatertags, wenn man ihn jenseits der christlichen Tradition betrachtet. Eine Dame namens Sonora Louise Smart Dodd aus dem US-Bundesstaat Washington konnte die örtlichen Behörden überzeugen, neben dem gerade etablierten Muttertag auch einen Ehrentag für die Väter einzurichten. Anlass für ihr Engagement war der eigene Vater. Dieser hatte nach dem frühen Tod seiner Frau sechs Kinder allein großziehen müssen. Das wollte sie würdigen, und 1910 ging dies dann erstmals ganz offiziell und landesweit. US-Präsident Richard Nixon erhob den Vatertag 1974 schließlich in den Rang eines offiziellen Feiertags.

An diesem Tag hat vor allem die Post alle Hände voll zu tun: Ca. 80 Millionen Grußkarten werden dann in den USA von Kindern an ihre Väter oder Müttern an ihre Männer versandt. Auch hier überreichen die Kinder kleine Geschenke oder bringen ihren Vätern ein leckeres Frühstück ans Bett. Na, wäre das nicht mal eine Anregung für hiesige Breiten? Oder wie wäre es mit einem Familienbarbecue mit ausgefallenen, hochwertigen Zutaten?

Die Liste der Länder quer über den Erdball, die den Vatertag am dritten Sonntag im Juni begehen, ist wirklich lang und reicht von Japan und China über England und Frankreich bis nach Kanada und Mexiko. Für den Herbst entschieden sich hingegen Schweden, Estland, Finnland, Norwegen und Island. Mit dem 2. Sonntag im November wurde ganz bewusst ein Datum gewählt, das möglichst weit entfernt vom Muttertag liegt und noch dazu eine Lücke vor Weihnachten schließt. Maximale Kaufkraft sollte das sicherstellen, und dementsprechend offensiv vermarktet die nordische Handelsgemeinschaft diesen Tag mit unzähligen Geschenkanregungen. Vielleicht soll der Vatertag aber auch einfach einen Lichtpunkt in der dunklen Jahreszeit markieren – ein schöner Gedanke, der mit Ausflügen in die Wälder oder an die Küsten in die Tat umgesetzt wird. Und zum Ausklang wird mit einem opulenten Essen am Kamin der Familienzusammenhalt zelebriert.

Plant a Tree for Dad

Unsere Rundreise durch die Vatertagswelt wollen wir in England abschließen. Und beginnen diesen letzten Stop mit einer weiteren Empfehlung aus der CAMONDAS Vatertagsbox: Chocolatier Willie Harcourt-Cooze aus der Grafschaft Devon in Südengland verwöhnt uns und unsere Kunden seit Jahren mit sorgfältig hergestellten und farbenfroh verpackten Schokoladen. Jede davon ist es wert, für einen besonderen Anlass empfohlen zu werden. Für den Vatertag haben wir uns für eine dunkle mit Haselnüssen und Rosinen entschieden, in der exzellenter Criollo-Kakao aus Peru verarbeitet wurde. Nur das Beste – wie für die Mütter, so auch für die Väter!

Doch das Vereinigte Königreich überrascht nicht nur mit einzigartiger Schokolade, sondern noch dazu mit der Tatsache, dass im Land der Pubs das Bier am Vatertag eben nicht die Hauptrolle spielt. Auch hier werden die Väter, Schwieger- oder Großväter liebevoll beschenkt – mit Gebasteltem von den Kindern, Klassikern wie Socken und Krawatten oder dem gemeinsamem Besuch eines Sportereignisses. In Familie „quality time“ zu verbringen, ist das Ziel des Tages, und dazu gehört natürlich ein vernünftiges Abendessen. Damit schließt sich dann doch der Kreis zu den Pubs (und ein paar Pints …).

Die Zeichen der Zeit bringen aber auch ganz andere, neue Geschenkideen hervor: Organisationen wie The National Forest und der National Trust laden ein, für die Väter einen Baum zu pflanzen und damit ein wirklich großes und dauerhaftes Danke zu sagen.