Die wohl beliebteste Kräuterpflanze der Welt ist Minze. Sie riecht erfrischend, wirkt heilend, schmeckt lecker und beweist sich somit als absoluter ‘Allrounder’ in unserem Alltag. Doch wo kommt dieses Superkraut eigentlich her, welche Wirkung verspricht sie uns und wie kann Minze exzellent mit Schokolade kombiniert werden?

Vor rund 300 Jahren wurde die Pflanze mit dem bläulichen Stängel und den dunkelgrünen, leicht haarigen Blättern in England gezüchtet. Ursprünglich ist sie allerdings im Mittelmeergebiet und in Vorderasien beheimatet. Dort wächst das Gewürz- und Heilkraut vor allem an Gewässerufern, Gräben und auf feuchten Wiesen.

Botanisch gehört die Minze zur Familie der Lippenblütler. Die Gattung Minze weist eine große Arten- und Sortenvielfalt auf, wobei es rund 30 verschiedene Minzarten weltweit gibt. Die verschiedenen Minzarten unterscheiden sich in Aussehen, Aroma und Geschmacksintensität. Diese Vielfältigkeit ist nur möglich, da sich die Arten leicht kreuzen und zahlreiche Hybriden bilden lassen. Das Aromen-Spektrum umfasst sowohl herbe, balsamische, scharfe und mentholhaltige als auch fruchtig-frische Sorten.

Haben Sie bei dieser großen Auswahl schon Ihren persönlichen Favoriten finden können?

Minze für den eigenen Garten

Minze gedeiht an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Der Boden sollte humus- und nährstoffreich sein. Auf Terrasse und Balkon pflanzt man sie am besten in Töpfe mit torffreier Erde und stellt sie halbschattig auf.

Von Frühjahr bis Herbst lassen sich die frischen Blätter der Minze ernten, wobei ihr Aroma im Hochsommer besonders intensiv ist. Im Frühjahr ist ein Pflegeschnitt ratsam: wenn Sie die Minze richtig schneiden, bleibt sie schön kompakt. Möchten Sie die Blätter der Minze trocknen, können Sie auch große Teile der Pflanze mit einem Mal abschneiden. Und keine Sorge: sie treibt schnell wieder aus. In jedem Fall gilt es, die Minze vor dem Austrieb im nächsten Frühjahr oder gleich im Herbst bodennah zurückzuschneiden – die perfekte Gelegenheit für die eigene Minzernte.

Tipp: Aber Vorsicht, nicht alle Arten sind winterfest. Zum Glück lässt sich die Minze aber auch hervorragend im Topf einpflanzen, ist somit nicht an einen Standort gebunden und kann dadurch vor Frost und Schnee im Winter geschützt werden. Zudem kann sie wunderbar als Unterpflanzung mit aufrechten Sommerblumen kombiniert werden, wobei sie ihre Ranken elegant herabhängen lässt. Also, worauf warten sie noch!

Wortherkunft der Minze

Die Bezeichnung „Minze“ (griech. minthe) stammt aus der griechischen Mythologie. Eine Überlieferung beschreibt, dass Hades, der Gott der Unterwelt, sich in die Nymphe Minthe verliebte. Als seine Frau, die Göttin Persephone, diese Liebelei entdeckte, soll Hades Minthe in eine duftende Minzpflanze verwandelt haben, um seine Geliebte dem Zorn der Ehefrau zu entziehen – was für eine Liebesgeschichte!

Aus dieser Mythologie heraus, entwickelte sich das lateinische Wort ‘menta‘, welches anschließend zu unserer westgermanischen Bezeichnung der Minze (mittelhochdeutsch minz, althochdeutsch minza) führte.

Die Minze – ein Naturhybrid

Diese Bezeichnung impliziert, dass hier zwei reine Arten auf natürliche Art und Weise miteinander gekreuzt wurden. Diese botanische Eigenschaft wird als “Bastardisierung“ benannt und hat im Verlauf der Evolution dazu geführt, dass nahezu die Hälfte aller Minze-Hybriden keine Samen produziert. Pfefferminze ist beispielsweise einzig durch Teilung oder Stecklinge zu vermehren.

Eine der bekanntesten Minzarten ist dabei die Pfefferminze mit ihren hell-lila Ährenblüten und den gestielten Blättern, welche 3-7 mm lang sind. Die Pfefferminze wird dabei 50-90 cm groß. Die hingegen Grüne Minze, auch Spearmint gennant, wird bis zu 120 cm groß. Sie hat bleich-rosa farbige Zylinderblüten und gegenständige, aufsitzende Blätter.

Eine Sorte mit herrlichem Zierwert kommt unter dem Namen Ananas-Minze daher. Sie bezaubert nicht nur mit einem frischen, fruchtigen Duft. Ihre weiß-panaschierten Blätter machen so mancher Blattschmuckpflanze im Staudenbeet Konkurrenz. Getrocknet zu Sträußen, dekoriert die Ananas-Minze über viele Monate das Haus. Vielleicht ist dies auch was für ihren Garten?

Weitere exotische Minzkreationen sind kundigen Hobbygärtnern und erfahrenen Züchtern gelungen, wessen Ursprung weder geografisch noch botanisch nachzuvollziehen ist. Die “Erdbeer-Minze“: eine zierliche Sorte, deren Duft an Schwarzwälder-Kirsch-Torte erinnert oder auch die “Schoko-Minze“, welche auf leichte Berührung an den Blätter nach Pfefferminzschokolade dufte, sind dabei nur zwei exquisite Beispiele.

Wie Sie sehen – die Auswahl ist groß und vielfältig und sollte deshalb weise und den Vorlieben entsprechend gewählt werden.

Minze als Heilpflanze – ihre Verwendung

So vielfältig die Minzarten sind, so unterschiedlich ist ihre Verwendung.

Je nach Art und Sorte werden die frischen oder getrockneten Blätter der Minze als Tee bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Übelkeit oder Koliken eingesetzt. Mentholhaltige Minzen sind außerdem häufiger Bestandteil von Zahnpasta, Mundwasser oder verschiedenen Cremes. Das ätherische Öl der Pfefferminze findet als antiseptisches, kühlendes und desinfizierendes Mittel Verwendung – zum Beispiel zur Linderung von Spannungs-Kopfschmerzen.

Unsere Lieblingsminze – die sogenannte “Black Mitcham Peppermint“

Unser geheimer Favorit unter den Minzarten ist die Black Mitcham Minze aus England. Sie gilt als Mutter der Pfefferminzen und zählt zu den frühesten Sorten, die bereits um 1750 in England angebaut wurden. Obwohl mittlerweile viele neue Sorten gezüchtet worden sind, ist diese historische Pflanze immer noch sehr beliebt. Durch ihr reines, erfrischendes und langanhaltendes Aroma bewerte sich die Black Mitcham Minze und England wurde im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts als das Land mit der besten Minze der Welt ausgezeichnet. Bedauerlicher Weise ging diese Expertise zum Anbau in der 1940er Jahren verloren. Englands Ruf zur guten Minze glücklicher Weise jedoch nie.

Das Interesse an der britischen Minze blieb stets vorhanden und so auch bei Familie Colman und ihrem Hof „Summerdown“. Sie waren stets an einem robusten und starken Geschmack interessiert. Inspiriert von ihrer langen Arbeit an der Herstellung von Senf, auf ihrem Hof in Hampshire, östlich von London, wechselten sie vor 25 Jahren ihren Geschmack und ihre Expertise auf Minze. Sie machten es sich zur Aufgabe, den verlorenen, klassischen Geschmack der ausgezeichneten, britischen Minze wiederzufinden und begaben sich auf eine Reise nach Amerika. Nach langer Recherche und viel Geduld schaffte es Hof Manager Ian 1995 die Black Mitcham Minze zurück in ihr Mutterland England zu bringen und sie auf den Böden von Summerdown zu kultivieren.

Ein paar Jahrzehnte später hat nun der Hof Summerdown und Hof Manager Ian die Anpflanzung, die Verarbeitung und die Anwendung der Black Mitcham Minze perfektioniert, sodass sie von sich selbst sagen: “Weve become the peppermint people’“. Durch ihren bewussten und vorsichtigen Prozess der Anpflanzung und Ernte steht auch noch heute jede neue Pflanze in Verbindung zur alten Black Mitcham Minze, was das Aroma und den Geschmack der Summerdown Minze so einzigartig macht.

Während der Ernte im August wird die Black Mitcham Minze entweder zu Minzöl weiterverarbeitet oder für Minztee getrocknet. Zur Herstellung des Minzöls werden die Blätter und Blüten der Pflanzen direkt zur Weiterverarbeitung in große Wanne gegeben und durch Dampf zu dem wertvollen Öl destilliert.

Das frisch extrahierte Öl hat jedoch noch einen eher sauren, rauen und pfeffrig-mentholen Geschmack. Aus diesem Grund lässt Summerdown das Öl für mindestens 18 Monate in Fässern ruhen. Durch diesen Prozess ändert sich weniger die chemische Komposition, aber vor allem das Aroma. Es schafft die sanften, tiefen und kraftvollen Noten, welche die Minze von Summerdown so außergewöhnlich macht.

Zur Gewinnung des Tees lässt Summerdown die Blätter und Blüten der Minze trocknen. Im Trocknungsprozess verdampft das Aroma der Minze jedoch. Um trotzdem den kräftigen und erfrischenden Geschmack zu erhalten veredelt Summerdown ihren Tee mit dem gewonnen Minzöl. Dies schafft einen Geschmack den es sonst nicht auf dem Markt gibt und Summerdown bereits mit vielen Auszeichnungen, wie zum Beispiel dem ‘Great Taste Award’, belohnen ließ.

Mit dem gewonnen Öl werden auch die hochwertigen Schokoladen von Summerdown veredelt. In Zusammenarbeit mit einem Chocolatier aus Nord England kreieren sie die erfrischende, kühle und dunkle Minzschokolade, welche wir auch bei CAMONDAS sehr schätzen. In unserem Sortimenten lassen sich deshalb verschiedene Varianten der umwerfenden Minzschokolade von Summerdown finden. Als perfekter “After-Dinner“-Genuss, oder ganz klassisch, britisch zum Tee, empfiehlt sich die mit einer zarten Minzcreme gefüllte dunkle Schokolade. Dieser pure Genuss zergeht herrlich cremig auf der Zunge und verwöhnt Sie und Ihre Liebsten. Auch Summerdowns Klassiker können sie bei uns finden, bei der die dunkle Schokolade mit dem feinen, erfrischenden Minzöl veredelt wurde.

Für ein außergewöhnliches und neues Erlebnis empfehlen wir Ihnen Summerdowns Schokolade, gefüllt mit einem kühlenden Pfefferminzfondant oder auch die Variante einer zusätzlichen Veredlung mit Zuckercrips für eine minzig-süße Knusper-Sensation.

Generell ist Summerdown, sowohl bei ihrer Arbeit auf dem Hof als auch bei externen Prozessen, Nachhaltigkeit und ein fairer Handel sehr wichtig. So unterstützen sie das ‘Cacao Horizon‘ Projekt, welches sich gegen Kinderarbeit und Waldrodung im tropischen Regenwald einsetzt. Außerdem achten sie auf eine positive CO2 Bilanz bei ihrer Arbeit, sowie eine nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Felder und Böden. Ihr Ziel für die Zukunft: plastikfreie Verpackungen und die Schaffung einer hohen Biodiversität auf ihren Felder ist ein Prozess an dem sie kontinuierlich arbeiten wollen.

 

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