Beim Sonntagsfrühstück mit der Familie, in der heimischen Backstube oder doch einfach gleich mit dem kleinen Löffel aus dem Glas – alle lieben den leckeren Cremegenuss. Aber worauf sollte man achten, wenn man nicht nur süß, sondern auch gesund und bewusst genießen will?

Fast 19 % der deutschen Bevölkerung essen ca. 1mal die Woche Nuss-Nougat Cremes. Die beliebteste Creme dabei ist Nutella von Ferrero. Sie war einer der ersten Markenaufstriche, die viel in Image und Werbung investiert hat. So wundert es nicht, dass jeder den Aufstrich schon anhand der Form des Glases erkennt.

Dabei ist der süße Aufstrich alles andere als gesund. Der Blick auf die Nährwerttabelle zeigt auf 100 Gramm einen Zuckergehalt von 56,3 % und einen Fettgehalt von 30,9 %. Die Zutatenliste zeigt zudem einen Haselnussanteil von nur 13 % und die Verwendung von Palmöl.

Dabei gibt es viele, wirklich leckere und saubere Alternativen zu diesem Brotaufstrich, die die Herzen unserer Genussexperten höherschlagen lassen. Neben den bekannteren Aufstrichen von Caffarel und Venchi, findet sich in unserem Sortiment ein kleiner Hersteller aus Italien, der sich keinesfalls verstecken muss.

 

Pariani, Italien

Pariani – Genuss aus Italien

Seit 2013 führt CAMONDAS das Familienunternehmen Pariani in seinem Genusssortiment. Firmengründer Mattia Pariani schrieb zusammen mit der Universität von Turin seine Doktorarbeit über die Extraktion von Nüssen und entwickelte ein innovatives Verfahren zur Extraktion von Nussölen – die Kaltpressung. Das Resultat dieser Methode ist, dass die Pariani-Produkte ein sehr intensives Aroma der jeweiligen Nusssorte besitzen. Dies und die Verwendung edelster Schokolade machen die feinen Aufstriche zu einem wahren Geschmackserlebnis.

Der Nussspezialist hat sich seit 2010 die Mission gesetzt, die ungewöhnlichsten Zutaten und Produkte zu kreieren, um damit selbst die anspruchsvollsten Gaumen zu befriedigen und kreative Rezepte zu inspirieren. Somit macht das Unternehmen seinem Slogan „Research and Excellence“ (Forschung und Exzellenz) alle Ehre.

Pariani in Givoletto Produktion

Dabei verwendet Pariani feinste heimische Zutaten. Das Konzept von Gründer Mattia Pariani ist die Verknüpfung verschiedenster Unternehmen in den unterschiedlichen Regionen Italiens. So gibt es Niederlassungen in Cortemilia im Herzen der Langhe für die „Nocciala Piemonte I.G.P.“-Haselnuss, in Bronte für die Pistazie „Pistacchio verde di Bronte DOP“ und in Venetien für die Walnuss „Lara“.

2016 besuchte CAMONDAS-Gründer Ivo Schaffer den Hauptsitz von Pariani in Givoletto außerhalb von Turin:

Wir haben Mattia Pariani, Gründer und Inhaber der Firma, kennengelernt als jemand, der ständig neue Ideen entwickelt, aber stets mit dem Anspruch höchstmöglicher möglicher und ehrlicher Qualität. Er arbeitet auf der einen Seite mit den besten Lieferanten hochwertiger Rohware zusammen und auf der anderen Seite mit vielen Spitzenköchen und Patissiers, welche seine fertigen Produkte weiterverarbeiten. Seine Nussnougat-Cremes zählen zu den absolut besten, die es momentan gibt.“

 

Die zarten Cremes von Pariani

Die Mandelpaste aus sizilianischen Mandeln gehört zur absoluten Spitzenklasse und ist ein Muss für jeden Liebhaber feinen Geschmacks. Sie entstand aus der Idee, reine Mandelpaste als Grundlage für eine zarte Creme zu kreieren, die sich ideal für echte Genießer eignet. Nach dem Öffnen fällt einem die leichte Ockerfarbe ins Auge, und das tolle Amaretto-Aroma macht selbst unsere Genussexperten schwach. Dabei ist die Creme frei von Geschmacksverstärkern und weist einen Mandelanteil von 50 % auf. Ideal also zum Verfeinern heimischer Backkreationen oder für das Familienfrühstück.

Ein weiter Liebling aus unserem Genusssortiment ist die „Crema alla Nocciola e Cacao“. Der Haselnussaufstrich aus Piemonteser Haselnüssen ist besonders zart und cremig. Den Haselnussanteil von 50 % schmeckt man nicht nur, man riecht ihn auch.

Die Verbindung verschiedenster Zutaten, der Blick für gute Produkte aus heimischem Anbau und die Gewährleistung höchster Qualität machen Pariani zu einer Gaumenfreunde für Herz und Seele.

Im Gegensatz zu den meisten Supermarkt-Aufstrichen, kommen die Pariani Aufstriche und die unserer anderen Hersteller ohne Palmöl aus. Hier greift man unter anderem auf Olivenöl zurück.

 

Unsere Empfehlung

 

 

Problematisches Palmöl

Palmöl ist das wichtigste Pflanzenöl der Welt. Es findet sich in Waschmitteln, Kosmetikprodukten wie Lippenstiften oder Cremes, Tütensuppen und Keksen wieder. Allein 65 % des in die Europäische Union importierten Palmöls wird für die Herstellung von Biodiesel und anderen energetischen Zwecken verwendet. Die Anbaugebiete erstrecken sich weltweit über eine Fläche von etwa 19 Millionen Hektar.

Die ursprünglich aus Westafrika stammende Pflanze wird mittlerweile nahezu überall rund um den Äquator, vor allem aber in artenreichen Regionen wie Indonesien und Malaysia, kultiviert. Seefahrer brachten das „Öl aus Guinea“ 1848 mit. Heute werden in Indonesien auf rund 12 Millionen Hektar Land Ölpalmen angepflanzt. Zusammen decken die beiden Länder 85 % der weltweiten Palmölproduktion.

Ölpalmenfelder

Leider geht der Anbau von Palmöl oft einher mit Menschenrechtsverletzungen, Landkonflikten und der Brandrohdungrodung von Wäldern. Die durch den weltweit steigenden Bedarf voranschreitende Zerstörung von natürlichem Lebensraum und der Rückgang der Artenvielfalt sind zwei der größten Probleme von Palmölanbau. Auf den Plantagen eingesetzte Pestizide belasten Tiere und Menschen, und durch die Trockenlegung von Torfböden gelangt CO2 in die Atmosphäre.

Der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl

Roundtable of Sustainable Palm OilDie 2011 vom WWF gegründete Organisation RSPO „Roundtable of Sustainable Palm Oil“ („Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl“) ist ein Versuch, den Anbau von Palmöl nachhaltiger zu gestalten. Zu den Mitgliedern gehören vor allem Bauern, Händler und Produzenten. Gestecktes Ziel der RSPO ist es, möglichst viele Palmölproduzenten zur Einhaltung gewisser Mindeststandards zu bewegen und den Anbau somit nachhaltiger zu gestalten.

Nach eigenen Angaben sind derzeit 19 % der weltweiten Anbaufläche von Palmöl RSPO zertifiziert. Sie ist zwar damit die wichtigste und auch einzig relevante Organisation, die in diesem Ausmaß Maßnahmen für eine nachhaltige Palmölproduktion entwickelt hat, steht aber dennoch bei vielen Umwelt- und Tierschutzorganisationen in der Kritik.

Die Mitglieder der RSPO erklären sich lediglich bereit, freiwillig einige Standards und Regeln einzuhalten. Einige Beispiele hierfür sind, dass keine neuen Plantagen auf Torfböden angelegt werden dürfen, keine Rodungen in besonders schützenswerten Gebieten und keine Brandrodung für die Erschließung neuer Anbaugebiete vorgenommen werden dürfen. Unter anderem steht hier die unzureichende Anforderung des Verbots von Rodung nur in „besonders schützenswerten“ Gebieten in der Kritik. Es dürfen zudem weiterhin starke Pestizide verwendet werden.

 

Keine Alternative zu Palmöl?

Dabei zeigen besonders Kleinbauern große Anstrengungen und Wege, den Anbau von Palmöl nachhaltiger zu gestalten. Agrofortsysteme weisen im Vergleich zu Monokulturen einen höheren Artenreichtum auf den Plantagen auf.

Die jährlichen Erträge von Palmöl liegen in etwa bei 4 Tonnen pro Hektar. Daher ist der hohe Flächenertrag ein Argument für die Nutzung von Palmöl. So würde man um den gleichen Ertrag an Rapsöl zu gewinnen, das Dreifache an Anbaufläche benötigen.

Die Nachfragereduzierung auf Konsumentenseite ist hierbei ein wichtiger Hebel, um die gewaltigen negativen Auswirkungen des Anbaus von Palmöl auf die Natur und den Menschen längerfristig zu verringern. Der Griff zu nachhaltigen Produkten, hat eine große Wirkung.